Kommunikation & Social Media

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Diensthandy und die DSGVO

Diensthandy von Apple? iPhones datenschutzfreundlich einrichten

Während die geringen Datenschutz-Voreinstellungen von Android bekannt sind, wirbt Apple mit den hohen Datenschutzanforderungen bei den preislich wesentlich höher angesetzten iPhones. Doch inwieweit wird dieses Versprechen gehalten und was können die Besitzer der Dienst-iPhones selbst noch optimieren? Wir klären auf.
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mixetto, iStockphoto
Lesedauer 2 Minuten

Dossier Diensthandy

Was ist überhaupt ein Diensthandy?

Beim Diensthandy wird unterschieden zwischen dem von der Firma gestellten Gerät und der immer beliebter werdenden Variante BYOD (Bring your own device). Bei BYOD nutzt der Arbeitnehmer sein Privatgerät auch geschäftlich. Egal, welche Variante der Arbeitgeber wählt, der Schutz der geschäftlichen Daten muss gesichert sein.

Was muss beim iPhone manuell eingestellt werden, um den größtmöglichen Datenschutz zu sichern?

Wir haben die wichtigsten Punkte hier zum Download für Sie zusammengefasst

Wie sieht es bei Android aus?

Wir haben die wichtigsten Punkte hier zum Download für Sie zusammengefasst

Wo liegen bei Apple die Vorteile in Bezug auf den Datenschutz gegenüber Android?

  • Da Apple im Gegensatz zu mit Android betriebenen Endgeräten verhältnismäßig wenig Geräte im Portfolio hat, sind die Sicherheitsupdates schneller verfügbar und auch für ältere Produkte aktuell
  • Android-Geräte sind anfälliger für Hackerangriffe, da es sich bei Android um Open Source handelt, also um einen für jedermann einsehbaren Systemaufbau. Apps werden schneller um Playstore zugelassen und so sind auch zahlreiche Fake-Apps bereits in den Store gelangt und haben Schad-Software auf den Android Geräten installiert. Um eine App im Appstore von Apple zu plazieren, sind hohe Sicherheitsauflagen zu erfüllen.
  • Persönliche Daten werden bei iOS lokal gespeichert, Android sendet die Daten an Google weiter, um Werbung personalisiert ausspielen zu können

Was ist die Anti-Tracking-Kampagne von Apple?

2021 wurde von Apple ein Tracking-Schutz eingeführt, das „App Tracking Transparency“ Programm (ATT) – gegen den Widerstand großer Firmen, die um Werbeeinnahmen fürchten. Seit der Version iOS 14.5 müssen App-Anbieter die Erlaubnis der Nutzer einholen, bevor Sie Daten über Apps oder Webseiten anderer Unternehmer hinweg erfassen und analysieren dürfen. Der Schritt ist soweit richtig und sinnvoll, doch da Apple nur Drittanbieter verpflichtet und das eigene Unternehmen weiterhin die Daten der Nutzer erhebt, haben im Frühling 2021 die Spitzenverbände der Medien-, Internet- und Werbewirtschaft eine Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht. Apple bestreitet, Tracking zu betreiben und verweist auf die Datenschutzgrundsätze des Unternehmens

Wie kann ich die Daten trennen, wenn ich mein Firmenhandy auch privat nutzen darf?

Wird dem Arbeitnehmer gestattet, das Firmenhandy auch privat zu nutzen, so ist dies erst einmal ein Vorteil, da die Kosten für ein eigenes Smartphone entfallen. Doch damit dem Datenschutz genügt wird, müssen die privaten Daten von den geschäftlichen Daten getrennt werden. Dies ist mit einer bestimmten Software umsetzbar, sogenannter Mobile Device Management Applikationen. Diese verschlüsseln die Arbeitsdaten entsprechend der DSGVO, so dass auch die datenschutzschwachen Apps wie Whatsapp im privaten Sektor ohne Beeinträchtigung des Datenschutzes für die geschäftlichen Daten genutzt werden können.

Unser Experte

Matti Fiedler
Matti Fiedler
Matti Fiedler ist TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Autor und Berater. Der diplomierte Sportbetriebswirt beendete zuletzt sein Bachelorstudium mit der Abschlussarbeit zum Thema „Die Datenschutz-Grundverordnung in Sportvereinen und -verbänden“. Seit 2021 unterstützt der angehende Masterstudent im Bereich Wirtschaftsinformatik die PRO-DSGVO rund um die Themen Datenschutz und Online-Marketing.